Neurodermitis zeigt sich nicht immer gleich. Im schubfreien Intervall ist die Haut oft vor allem sehr trocken, bei stärker ausgeprägter Neurodermitis kann sie zusätzlich schuppig und besonders empfindlich sein. Ursache dafür ist die gestörte Hautbarriere, durch die die Haut vermehrt Feuchtigkeit verliert und schneller auf äußere Reize reagiert.
In akuten Schüben treten häufig stark gerötete, gereizte und ekzematöse Hautstellen auf, begleitet von intensivem Juckreiz. Dieser kann das Wohlbefinden spürbar beeinträchtigen und vor allem nachts den Schlaf stark belasten. Je nach Ausprägung reichen die Beschwerden von milderen Verläufen mit trockener Haut und leichter Ekzembildung bis hin zu extrem trockener Haut mit ausgeprägter Ekzembildung, die den Alltag, die Schule oder den Beruf deutlich einschränken können.
Das Erscheinungsbild von Neurodermitis kann je nach Alter unterschiedlich sein. Typische Anzeichen sind:
Bei Säuglingen und Kleinkindern (bis 2 Jahren):
- gerötete, nässende oder schuppende Ekzeme
- häufig im Gesicht, auf der Kopfhaut sowie den Streckseiten von Armen und Beinen
Bei Kindern:
- besonders häufig entzündete, juckende Hautveränderungen in den Gelenkbeugen von Armen und Beinen, sogenanntes Beugeekzem
- zusätzlich oft im Nacken sowie an den Fußgelenken
Bei Jugendlichen und Erwachsenen:
- trockene, gereizte und stark juckende Ekzeme
- häufig an den Gelenkbeugen, im Gesicht, am Hals, im Nacken sowie an Fuß- und an Handgelenken
- zum Teil auch Krusten, Knötchen oder nässende Bereiche
Da andere Hauterkrankungen ähnlich aussehen können, sollte die Diagnose ärztlich gestellt werden.